"Mein langfristiges Ziel für das Wohl des Pferdes
sind physiologisch geformte und belastete Hufe,
für einen gesunden Bewegungsablauf "
Denn jeder Huf ist einzigartig und bildet das Fundament des Pferdes.
Ohne Huf, kein Pferd.
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3086 Englisberg
Der Begriff Orthopädie stammt aus dem Grichischen und bedeutet:
Die Lehre von der Erkennung und Behandlung der angeborenen oder erworbenen Fehler der Haltungs- und Bewegungsorgane.
Die Ohrtopädie ist ein Fachgebit der Medizin, welches sich mit der Diagnostik und Therapie von angeborene oder erworbenen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates befasst.
Die Orthopädie am Pferdehuf wird sowohl vorbeugend/präventiv als auch zur Behandlung von akuten und chronischen Problemen im Bewegungsapperat oder am Huf eingesetzt.
Wie jeder Mensch belasten auch die Pferde ihre Füsse bzw. Hufe unterschiedlich und individuell. Deshalb kann sich auch jeder Huf auf unterschiedlichste Art und Weise verformen bzw. deformieren.
Für mich als Huforthopädin heisst dies, dass ich jeden einzelnen Huf vorgängig in der Standbeinphase beurteile bzw. befunde und sich daraus die Vorgehensweise der Hufbearbeitung ergiebt. Denn das Pferd steht auf seinen Hufen ja nur während der Standbeinphase und dies die Mehrheit seiner Zeit.
Bei der Hufbearbeitung wird nicht nach bestimmten Vorstellungen, Ideallen oder nach theoretischen Winkelvorgaben gearbeitet.
Jeder Huf erhält die Bearbeitung, welche ihn wieder in seiner optimalen Form vom Kronrand herunter wachsen lässt.
Durch diese gezielte Hufbearbeitung wird dem Pferd ermöglicht seine Hufe gleichmässiger zu belasten. Das neu gebildeten Horn am Kronrand kann in steilerm günstigeren Winkel zum Boden nachwachsen.
Huforthopädie braucht Zeit. Wie bei uns Menschen der Fingernagel, wächst auch beim Pferd die Hornwand in zirka 10-12 Monaten in der kompleten Höhe durch.
Mittels aussagekräftiger Fotodokumentation werden die kurz- und langfristigen Ziel meiner Hufbearbeitung geprüft. Denn nur mit Fotos kann ermittelt werden, ob die sich am Huf zeigenden Symptome der Hufdeformationen rückläufig sind und ob sich die Belastungssituation verbessert.
Das langfristige Ziel der Huforthopädie wie ich sie an der FBP (nun FHS) gelernt habe ist, ein physiologisch geformter Huf welcher ein optimale Belastung und bestmöglichen Bewegungsablauf zulässt. Dadurch kann auch der Entstehung von möglichen Huferkrankungen oder Erkrankungen am Bewegungsapperat vorbeugend entgegen gearbeitet werden.